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Januar 27, 2026Manchmal entsteht ein Text nicht aus einem Plan, sondern aus einem Moment.
Dieser hier ist nach einem Abend des Schreibens entstanden, der 64. Blognacht mit Anna Koschinski, in der viele Menschen gleichzeitig schrieben, jede für sich und doch verbunden. Kein Ziel, kein richtig oder falsch. Nur Worte, die auftauchen durften. Und eine Frage, die blieb.
Eine Frage, die viele kennen.
Wenn die Frage nach dem „Was soll ich tun?“ immer lauter wird
„Was soll ich eigentlich machen?“
„Wofür bin ich hier?“
„Was passt wirklich zu mir?“
Diese Fragen tauchen oft leise auf, manchmal nachts, manchmal mitten im Alltag. Sie tragen Sehnsucht in sich, aber auch Unruhe. Denn sie implizieren: So wie es jetzt ist, reicht es noch nicht. Da fehlt noch etwas. Eine Richtung. Eine Entscheidung. Ein Ziel.
Viele Menschen leben mit dieser inneren Suche über Jahre hinweg. Sie hoffen, dass irgendwann Klarheit kommt. Dass sich etwas zeigt. Dass ein Moment eintritt, in dem es sich plötzlich richtig anfühlt. Im Grunde geht es darum, DAS zu finden, das einen schließlich glücklich macht.
Warum die Zukunft so verlockend wirkt
Die Zukunft ist ein freundlicher Ort. Dort ist alles möglich. Dort gibt es noch keine Fehler, keine Begrenzungen, keine Müdigkeit. In der Zukunft sind wir mutiger, freier, entschlossener. Dort leben wir das Leben, das wir jetzt nur erahnen. Aber wir können das zukünftige Leben auch erträumen.
Die Zukunft trägt unsere Hoffnungen und oft auch unsere Überforderung. Denn was wir im Jetzt nicht halten können, lagern wir dort ein. Später werde ich wissen, wer ich bin. Später werde ich tun, was mir entspricht. Später werde ich ankommen. Später werde ich glücklich sein.
Die innere Verschiebung: Nicht jetzt, sondern irgendwann
Unmerklich verschiebt sich etwas.
Nicht dramatisch, nicht bewusst. Ich gehe jetzt davon aus, dass es einen wichtigen Zeitpunkt gibt.
Nur ein leiser Schritt weg vom Jetzt.
Das Leben wird zu einem Vorbereitungsraum.
Das Heute zu einem Übergang.
Das Eigentliche liegt immer ein Stück weiter vorne. Am Ende des Lebens, in einigen Jahren, Monaten, Wochen, Tagen.
Diese Verschiebung kostet Kraft. Denn während wir warten, läuft das Leben weiter. Entscheidungen werden getroffen, Tage vergehen, Beziehungen entwickeln sich und wir selbst bleiben innerlich entfernt von dem Glück, das wir in der Zukunft erhoffen.
Was wir glauben, erst werden zu müssen
Hinter der Suche steckt oft ein stilles Bild:
Eine Version von uns, die „weiter“ ist. Klarer. Stimmiger. Bereiter. Glücklicher.
Erst wenn ich diese Person geworden bin, dann darf ich…
Dann kann ich…
Dann beginnt mein eigentliches Leben.
Dieses Bild ist verständlich und zugleich frustrierend. Denn es stellt eine Bedingung zwischen uns und das Leben:
Erst werden, dann sein.
Das Jetzt als unbequemer Ort
Das Jetzt ist kein Entwurf.
Es ist roh, unfertig, manchmal widersprüchlich.
Hier gibt es keine Garantie, dass sich etwas richtig anfühlt. Keine Vorschau auf das, was kommt. Nur das, was gerade da ist. mit all seinen Unsicherheiten.
Vielleicht ist das der Grund, warum das Jetzt so oft gemieden wird. Die entscheidende Frage lautet dann: Was macht es aus, dieses Jetzt? Worin besteht es? Vielleicht verlangt es keine Planung, sondern Präsenz? Keine Verbesserung, sondern Ehrlichkeit. Jetzt.
Ein Moment ohne Plan
Manchmal gibt es Augenblicke, in denen die Suche kurz innehält.
Ein Atemzug.
Ein stiller Moment.
Ein Satz, der nicht weitergeschrieben werden will.
In diesen Momenten fällt etwas weg: das Müssen, das Vorankommen, das Sich-selbst-Erklären. Übrig bleibt nichts Spektakuläres, aber etwas Echtes, die blanke Realität.
Wenn die Frage nach dem Werden auftaucht
Spätestens hier zeigt sich ein Satz, den viele in sich tragen. Manchmal ausgesprochen, manchmal nur gedacht. Ein Satz, der Hoffnung enthält und Aufschub zugleich.
„Das möchte ich mal werden …“
Dieser Satz klingt harmlos. Und doch verlegt er das Leben in die Zukunft.
Er sagt: Jetzt noch nicht. Jetzt bin ich auf dem Weg. Jetzt reicht es noch nicht aus.
Die Frage ist nicht falsch. Aber sie führt weg – weg vom Jetzt, weg vom Erleben, weg von dem, was bereits da ist.
Was dieser Satz über unsere Sehnsucht verrät
Oft geht es gar nicht darum, etwas anderes zu werden.
Sondern darum, sich sicherer zu fühlen. Wahrer. Verbundener.
Die Sehnsucht zielt nicht auf ein neues Ich, sondern auf Erlaubnis. Auf das Gefühl, da sein zu dürfen, ohne erst etwas leisten oder erreichen zu müssen.
Vielleicht ist nichts falsch an dir?
Vielleicht ist das, was du suchst, nicht verborgen in der Zukunft.
Vielleicht liegt es näher, als du denkst.
Nicht als Antwort, nicht als Konzept – sondern als Erfahrung im Jetzt. In dem Moment, in dem du aufhörst, dich zu verschieben.
Was sich zeigt, wenn du im Jetzt bleibst
Wenn die Frage nach dem Werden leiser wird, entsteht Raum.
Kein großer Raum. Aber ein echter.
Und vielleicht zeigt sich darin etwas Unerwartetes:
Dass du nicht auf dem Weg bist, jemand zu werden, sondern dabei bist, dich wieder zu entdecken.
Hier. Jetzt.
Jenseits dieser Worte gibt es eine Erfahrung – die definitiv verschieden ist von diesem Jetzt, das du erlebst, wenn du es bisher gewohnt warst, alles in die Zukunft aufzuschieben. Wenn ich es beschreibe, wirst du es nicht glauben.
Lust auf die Erfahrung? Komm zum Retreat und schau, ob es stimmt, was ich hier verspreche.
Hi, ich bin Shivani
Bloggerin und Podcasterin bei Madhukar Enlighten Life. Seit 2004 kenne ich Madhukar und tue was ich kann, damit seine effektive Botschaft des Glücklichseins ganz viele Menschen erreicht. Dieser Beitrag ist aus meiner Feder gehüpft und ChatGpt hat mir ein wenig dabei geholfen.








4 Comments
Danke liebe Shivani
Sehr sehr hilfreich.
Ein
Ankommen
da,
jetzt.
Und tiefer und tiefer sinken.
Alles Liebe
Liebe Monika,
so schön, deine Worte.
Ja, ankommen. Jetzt da.
Alles Liebe
Liebe Shivani
Das hast du mal wieder herrlich auf den Punkt gebracht.
Noch nicht erleuchtet genug…., das ist auch so eine schmerzhafte Idee, eines Dauerzustands der in der Zukunft liegen soll und aus dem Jetzt führt.
Wir sind ja Jetzt das Eine , haben es nie verloren und können es auch nicht erreichen, weil wir es nie verlassen können, nur vergessen.
Du machst das wirklich super.
Hab noch nicht viel gelesen, aber was ich gelesen hab, fand ich klasse.
Wo lebt ihr eigentlich gerade?
Wenn ich es richtig verfolgt habe, hast du dich auf Online Begleitung verlegt und lebst im Ausland?
Sei herzlich gedrückt
Alles Liebe
Bhakti
Liebe Bhakti,
lieben Dank für deine Zeilen.
Mhm… schmerzhafte Ideen – zum Glück können wir da daran vorbei ergründen, damit erstrahlt was immer ist, nicht wahr?
Freue mich, dass du Freude hast, meine Zeilen zu lesen.
Ja, ich mache nach wie vor Onlinebegleitung – aber ich habe mich niedergelassen. Bin wieder in Deutschland (Offenburg).
Herzliche Grüße nach Ulm